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06.10.22

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Hört, wer da bohrt...


So ganz sicher bin ich mir nicht, es muß wohl kurz vor Mitternacht gewesen sein, ein Sonntag. Ich hatte mich bereits ins Bett gepackt, kein Wunder, früh aufstehen gehört in meinem Job dazu.
Ein Geräusch, ein Bohrer. Am Sonntag, mitten in der Nacht, schien einer meiner Nachbarn seine Bohrmaschine zu nötigen, ihre Dienste zu verrichten. Zweimal heulte das Gerät auf. Ich lauschte. Wo kam es her? Von oben, von unten oder neben an? Links von mir, rechts von mir. Ich konnte es nicht ausmachen. Aber was war der Grund? Gut, es könnte sein, bei der Bohrmaschine handelte es sich um ein Geburtstagsgeschenk, das getestet werden mußte, oder lag ein Defekt vor? Sicher ein Defekt. Nach Big Brother konnte sich mein Nachbar an die Reparatur der Bohrmaschine machen, sie war erfolgreich, wie ich hörte. Was ist mit der steinreichen Erbtante von USA? Gut die Tante von USA war zu Besuch, letzter Flieger, und nun mußte der Monét, den sie als Geschenk mitbrachte, noch an der Wand befestigt werden. Ausgerechnet an der Wand, die sein Wohnzimmer zu meinem Schlafgemach abschloß.
Ich denke, ich werde Gras über die Angelegenheit wachsen lassen, erstens wurden nur zwei Schrauben für das Bild gebraucht, zweitens war ich müde, und drittens ging es ja um viel Geld. Wobei -- es war nicht meines, aber wer weiß, vielleicht habe ich einen barmherzigen Nachbarn, und er spendet nicht nur für Brot für die Welt, sondern auch für mich.

Jörg Wachsmuth


Pop-Oratorium "Unterwegs" wird uraufgeführt Tour ab Mitte Mai durch Berliner und Brandenburger Kirchen


NKN / EKIBB - Die Randbereiche zwischen moderner Popmusik und klassischer Kirchenmusik verschwimmen beim Pop-Oratorium "Unterwegs", das am Sonntag, den 21. Mai 2000 auch in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche Station macht.

Die Gospelsänger Sarah Kaiser und Cornelius Beck werden gemeinsam mit Frieder Jost und Band ab 12. Mai in brandenburgischen Kirchen das Pop-Oratorium "Unterwegs" uraufführen. Das Pop-Oratorium ist im Auftrag der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg entstanden. Es wird durch Dialoge und Bilder, vor allem aber durch mitreißende Musik geprägt..

An einer Haltestelle, so das sparsame Bühnenbild, bringen die Akteure ernste Lebensfragen auf unterhaltsame Weise zur Sprache. Hier treffen sich Zeitgenossen in typischen Alltagssituationen und künden von dem Spagat, den das Leben ihnen abverlangt: zwischen Engeln und Quälgeistern. "Von der Mühsal des Weges", "Von der Überheblichkeit" handeln die Songs. Sie klagen, danken oder laden ein. Das "Lied von der Freiheit" nimmt das Gebet des Psalmisten auf "Du stellst meine Füße auf weiten Raum".

Die Musik komponierte Helmut Hoeft, der als Kantor der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche dem Kirchenkreis Charlottenburg nicht unbekannt ist und bereits auch zahlreiche Kinderlieder entwickelte. Die zugrundeliegenden Texte stammen von Wolfgang Fietkau. Beide Autoren haben für dieses Musikprojekt erstmals zusammengearbeitet.

Das Stück bewegt sich nach ihren Angaben in den Möglichkeiten und Grenzen eines Beitrages zur populären Kultur, die "einen ergänzenden Ton neben anderen kirchlichen Ausdrucksweisen" bieten kann. Popkultur sei im Alltag der Zeitgenossen stärker verwurzelt, als man manchmal wahrhaben wolle. Neben den musikalischen Profis wirken maßgeblich örtliche Gospelchöre mit.

Durch Dia-Großprojektionen werden die Themen des Oratoriums auch bildlich dargestellt. Premiere ist am 12. Mai in der St. Gotthardt-Kirche in Brandenburg an der Havel. Es folgen Aufführungen am 13. Mai in der Potsdamer Friedenskirche sowie am 14. Mai in der Lankwitzer Dreifaltigkeitskirche. Weiter geht es nach Eberswalde, Wittstock, Alt-Ruppin, Berlin-Charlottenburg, Berlin-Mitte, Eisenhüttenstadt, nach Cottbus, Luckenwalde und Berlin-Kreuzberg.

Die Veranstalter des Pop-Oratoriums nennen als Zielgruppe "Menschen in verschiedenen kulturellen Milieus". Das Werk "Unterwegs" wolle "ein Klima schaffen, in dem unterschiedliche Hörer sich zusammenfinden: mehrere Generationen, Kerngemeinde und Kirchenferne, Menschen mit verschiedener Prägung ihrer Frömmigkeit, aus unterschiedlichen Bildungsschichten und Berufsständen." Das Pop-Oratorium kommt auch als CD in den Handel, die ab Anfang Mai lieferbar ist.

Die Veranstaltungsreihe mit "Unterwegs" steht im Zusammenhang mit weiteren landeskirchlichen Musikprojekten im Jahr 2000: Zum 250. Todestag von Johann Sebastian Bach ist vom 17. Juni bis 19. August in wöchentlichen Abständen in zehn brandenburgischen Kirchen ein Orgelzyklus zu hören, für den Andreas Sieling die dramaturgische Konzeption entworfen hat. Im September geben Kinder-, Jugend- und Erwachsenenchöre Konzerte im Berliner Dom sowie in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche; hier lädt die Kirche zu einer "Nacht der Chöre" am 23. September ein. [jw]

Netz:
www.gedaechtniskirche.com
www.ekibb.com



Sommerfest des Kirchenkreises Charlottenburg

Sonntag, 18. Juni 2000, 14:00 bis 18:00 Uhr

Karl-August-Platz an der Trinitatiskirche

Bühnenprogramm, Live-Musik, Informationen, Markt, Essen, Trinken, usw...
NKN im Mai 2000


NKN #2 - 2000 (MAI)
Feature:
SOLIDARITÄT



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